Barbie einmal anders: Humorvoller Einblick in das Leben einer Frau, die äußerlich einer Barbie und innerlich einem Drogenjunkie gleicht. Unter dem Titel ‚Kiffer-Barbie’ am 12. September 2011 im Droemer Knaur Verlag erschienen, lud Constanze Behrens einige Tage zuvor zu einer Lesung aus diesem ihrem Erstlingswerk.

Die Autorin des Stückes ‚Gutes Wedding, schlechtes Wedding’ ist eigentlich Schauspielerin, zudem Berlins jüngste Theaterchefin und inzwischen auch Mutter. Diese vielfältigen Lebensaufgaben scheinen dem Können als Schriftstellerin jedoch nichts anzuhaben: Ein humorvolles Werk ist entstanden, in dem sich manch eine Frau selbst wiederfinden dürfte. Auch diejenige, die nicht wie eine schlanke, blonde Barbie aussieht oder sich vor Freunden und Bekannten des Häufigeren auch einmal daneben benimmt. Denn so ergeht es der Kiffer-Barbie, der Hauptfigur des fröhlichen Romans.

Jung und chaotisch – und auf jeden fall sympathisch wirkt die Titelheldin, und dass die geschriebenen Worte Anklang finden, davon zeugten die Bitten um diverse Zugabe-Passagen, um die die Autorin bei ihrer Lesung im Prime Time Theaters in Berlin-Wedding gebeten wurde. Und als diese schließlich auch einmal beendet waren, wurden noch lange Gespräche geführt. Zum Beispiel darüber, ob ein Teil von Constanze Behrens auch in der Titelfigur stecke. Oder über das große Engagement für die von ihr geleitete Bühne im Berliner Wedding, das im Juni 2011 zu einer Ehrung der Autorin und ihres Ehemannes mit der Bezirksverdienstmedaille führte. Auch – oder gerade, wer kein Barbie-Fan ist, sollte dieses Buch als Urlaubslektüre oder für einen verregneten Nachmittag unbedingt erwerben. Schmunzeln bis zum laut Loslachen ist garantiert.

Dieses Buch kostet: €9,99
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1 Kommentar zu “Urkomisch und aus dem Leben gegriffen: “Kiffer-Barbie” von Constanze Behrens”

  1. marlenew sagt:

    Ein nettes Buch. Aber es wird schon sehr deutlich, dass Frau Behrends in Wirklichkeit das absolute Gegenteil ihrer Hauptfigur ist. Zumindest habe ich sie in ihrem Theaterhause noch nie so kommunikativ, fröhlich, spritzig und sympathisch erlebt wie es ihre Heldin zu sein scheint. Meine kurzen Begegnungen mit ihr waren unterkühlt, distanziert und kurz angebunden. Und auch die Geschichten passen nicht so recht in das Bild das ich von der Theaterchefin und Autorin habe. Darum sehe ich so keinerlei Verwandschaft zu ihrer Hauptfigur – auch wenn es fälschlicherweise immer wieder erwähnt wird. Dennoch eine unterhaltsame Lektüre bei der es aufgrund ihrer langen Schachtelsätze und gewollt komisch wirkenden Anekdoten allerdings sehr schwer ist die Lesekonzentration zu halten.

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